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Führen – Quo Vadis?

Ganz ehrlich. Wissen Sie wo die Reise hingeht? Falls Sie nun den Kopf schütteln oder die Mundwinkel nach unten fallen lassen, möchte ich Sie gerne ein wenig beruhigen. Niemand weiß es. Alles ist offen. Was wir wissen oder besser vielleicht spüren ist, so kann es nicht weitergehen. Wir befinden uns in einer gewaltigen Umbruchphase. Auf allen Ebenen. Nichts scheint mehr fix. Was gestern noch gepasst hat, erweist sich heute als völlig obsolet.

Was ist richtig? Was ist falsch? Abgesehen davon, dass diese Fragestellungen aus systemischer Sicht ohnedies nie Sinn gemacht haben, scheint auch bei vielen Führungskräften große Orientierungslosigkeit zu  herrschen. Hat es für Viele vielleicht jahrelang funktioniert einfach zu „funktionieren“- funktioniert auch das nicht mehr.

Die Sinnfrage rückt in den Vordergrund. Das erlebe ich in sehr vielen Gesprächen mit Führungskräften aller Ebenen.

Gott sei Dank – so finde ich.  Wir sind nicht hier um  zu funktioneren wie Maschinen. Wir sind lebendige Wesen mit unglaublichen Potenzialen und Möglichkeiten. Dies zu erkennen und zum Wohle aller zu nutzen sehe ich als eine Hauptaufgabe von Führungskräften an.

„Eine radikale innere Transformation und die Entwicklung zu einer neuen Bewusstseinsebene ist vielleicht die einzige wahre Hoffnung, die wir in der heutigen globalen Krise haben, die von der Dominanz des westlichen mechanistischen Paradigmas ausgelöst wurde.“ Stanislav Grof

Was ist  eine radikale innere Transformation?

Nun, sie beginnt für mich  mit dem Begriff Selbst-Management. Ich verwende den Begriff einfach, weil er für viele Führungskräfte sehr vertraut klingt. Obwohl es natürlich überhaupt nicht um das Managen von irgendwas oder irgendwen geht. Es geht hier um die Reise „zu mir selbst“ und die Auseinandersetzung mit aus meiner Sicht essentiellen Fragen des Lebens:

  • Wer bin ich wirklich?
  • Was macht mich aus?
  • Weshalb bin ich hier?
  • Was ist mir wirklich wichtig?
  • Kann ich ganz sicher sein, dass das wovon ich immer ausgehe auch tatsächlich stimmt?

Unglaublich spannende Fragen, die Zeit brauchen, die Führungskräfte scheinbar oft nicht haben. Hier ist es dann vielleicht doch eine Frage des Selbst- oder besser Zeitmanagements. Nämlich zu entscheiden, wofür ich mir Zeit nehmen möchte. Jetzt.

Führen. Quo Vadis?

Sich selbst zu spüren und wahrzunehmen ist die Voraussetzung dafür, andere wahrnehmen zu können. Die Beziehung zu sich selbst ist die Voraussetzung für die Beziehung zu anderen Menschen. So wird eine Transformation im Unternehmen möglich.

„Es scheint eine Regel zu geben. Die Bewusstseinsebene der Organisation kann nicht über die Bewusstseinseben der Führungskraft der Organisation hinausgehen.“

Viel Freude dabei!

 

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