Irrtümer in der Führung: 1. Ich muss meine Mitarbeiter motivieren!

Sie glauben nicht, wie oft wir diesen Satz hören, wenn wir Führungskräfte nach ihren wichtigsten Führungsaufgaben fragen. Hartnäckig hält sich das Gerücht, MitarbeiterInnen müssten „motiviert“ werden, damit sie ihre Leistung im Unternehmen erbringen. Ganz sicher?

Wenn Führungskräfte meinen, sie müssen ihre MitarbeiterInnen durch materielle oder immaterielle „Belohnungen“ zu einem bestimmten Verhalten „motivieren“ liegen sie einem mächtigen Irrtum auf.  Aus der Verhaltensforschung wissen wir: Menschen SIND von sich aus motiviert und verfügen über kreative Energie, die sich zeigen will.

Verbunden sein und wachsen können

Wir werden mit zwei menschlichen Grundbedürfnisse geboren und diese begleiten uns unser ganzes Leben lang: 1. die Sehnsucht nach Verbundenheit und 2. der Wunsch nach Wachstum und dem Bedürfnis immer neue Aufgaben und Herausforderungen anzunehmen.

Was bleibt dann zu tun?

Sie brauchen Ihre MitarbeiterInnen also NICHT zu motivieren, denn jeder Mensch trägt in sich das Bedürfnis nach Gestaltung, Entfaltung und Weiterentwicklung.

Was Sie allerdings sehr wohl können – ist ihre MitarbeiterInnen zu demotivieren. Die Frage nach dem WIE lässt sich ganz leicht beantworten. Stellen Sie sich doch einfach mal selbst die Frage: Was demotiviert mich?

Ich nehme mal an folgende Punkte unserer Demotivations-Skala sind dabei:

  • Nicht-Zutrauen in Ihre Kompetenzen
  • Unaufmerksamkeit
  • Kritisieren von Kleinigkeiten
  • Übertriebene Kontrolle
  • Geringe Wertschätzung

Eine Frage an Sie …

Halten Sie es für möglich, dass Ihre MitarbeiterInnen ähnliche Verhaltensweisen demotivieren? Und wenn ja, wie könnten Sie sich dann nächstes Mal anders verhalten …?

Und jetzt?

Ermutigen Sie, inspirieren Sie und laden Sie Ihre MitarbeiterInnen ein neue Projekte zu übernehmen! Vertrauen Sie Ihren MitarbeiterInnen und trauen Sie ihnen viel zu! Schaffen Sie einen Raum, in dem sie gestalten, kreativ sein – lebendig sein können, denn

„Motivation ist die Angelegenheit jedes Einzelnen. Ihr Freiraum zu geben ist Sache der Führung.“

Viel Spaß dabei – und noch eine schöne Adventzeit!

 

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