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Wind of Change

Stürmische Zeiten. Der Herbstwind fegt die Blätter von den Bäumen. Auch in vielen Unternehmen ist es stürmisch geworden. Da heißt es, sich gut anziehen und mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.

Eine Frage: Ist wirklich alles agil, disruptiv, digital, postfaktisch und somit völlig anders geworden?  Aus meiner Sicht nicht. Es sind aber viele schöne (?) neue Wörter die uns täglich begegnen.

Das Leben ist grundsätzlich einfach. Was ist – ist. Immer noch. Wenn wir meinen, die Realität sollte anders sein, als sie ist, tut das meistens weh. Stressige Gedanken stimmen nie. Glauben Sie mir bitte nicht einfach so, sondern überprüfen Sie Ihre Gedanken.

Und trotzdem bestehen wir darauf, dass alles komplex, kompliziert und schwierig ist. Heinz von Foerster meinte einmal: „Wer sich mit Komplexität beschäftigt, der braucht sich nicht zu wundern.“ Wie recht er doch hat.

Ein Beispiel: die scheinbare digitale „Revolution“. Ich hab selbst lange genug im Marketing gearbeitet um zu wissen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Natürlich verändert die zunehmende Digitalisierung viel in unserem Zusammenleben und auch in Unternehmen. Und trotzdem, wer glaubt, Roboter werden die Welt übernehmen und uns alle überflüssig machen, der hat keine Ahnung von dem was uns ausmacht und verwechselt triviale Maschinen, was Roboter sind, mit nicht-trivialen Maschinen – was wir sind.

Wir sind lebendige Wesen und können uns in jeder Sekunde verändern, wenn wir das wollen. Wir tun immer, was Sinn für uns macht, ob bewusst oder unbewusst. Wir sind soviel mehr, als wir das mit unserem Verstand je begreifen könnten. Und gerade in dieser Zeit ist es so wichtig zu wissen, wer wir sind – und wer wir nicht sind.

Marianne Williamson hat einmal geschrieben „Wir haben Angst vor unserer eigenen Größe. Aber uns klein zu halten dient der Welt nicht.“ Sie hat so recht.

Ich finde es ist an der Zeit nicht in die Angst zu gehen sondern in die eigene Kraft und sich zu fragen: „Was und wie will ich wirklich leben?“  Und es dann tun.

Wenn wir mehr auf unsere Intuition hören, weht „The Wind of Change“ vielleicht sanfter als wir meinen.

Photo: (c) Felix Mayr

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